Roveredo GR
Roveredo (GR) liegt nahe bei Bellinzona im untersten Teil des Bündner Südtals Valle Mesolcina (Misox). Wenig talaufwärts zweigt mit dem Val Calanca ein weiteres Bündner Tal ab. Roveredo ist damit ein Schnittpunkt zwischen Graubünden und dem nahen Tessin.

Roveredo ist eine politische Gemeinde im Bezirk Moësa des Kantons Graubünden, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort Roveredo (TI) bei Capriasca im Bezirk Lugano. Roveredo besteht aus zahlreichen Fraktionen. Einige Weiler im Talgrund auf einem Schuttkegel des Flusses sind zusammengewachsen und bilden das Zentrum des Orts. Zum südlichen Gemeindegebiet gehört das enge Val Traversagna und dessen Seitentäler, die bis zur schweizerisch-italienischen Grenze reichen.
Ab 1907 wurde das Bündner Tal Misox (italienisch: Valle Mesolcina) von einer schmalspurigen Eisenbahn ab Bellinzona bis Mesocco erschlossen. Immer wieder diskutiert und angestrebt wurde die Verlängerung via San Bernardino und Hinterrheintal bis Thusis und damit der Anschluss an das Stammnetz der Rhätischen Bahn. Stattdessen wurde die Nationalstrasse A13 gebaut und der Personenverkehr auf der Strecke Bellinzona-Mesocco 1972 eingestellt. Heute verkehren während der Sommermonate gelegentlich Züge für Touristen auf dem verbleibenden Streckenabschnitt von Castione-Arbedo bis Cama.
In Roveredo lohnt die katholische Kirche San Giulio einen Blick, ein grosser mittelalterlicher Bau mit gotischen Bauelementen im Chor und Renaissance-Ausstattung im Innern.
Im benachbarten Ort Grono (GR) zweigt das ebenfalls bündnerische Val Calanca nordwärts vom Misox ab. Hier beginnt resp. endet der «Sentiero Alpino Calanca», die anspruchsvolle Nord-Süd-Tour zwischen Calanca-Tal und Misox.
Highlights
- «Sentiero Alpino Calanca»
- anspruchsvolle Nord-Süd-Tour zwischen Val Calanca und Valle Mesolcina (Misox). Das nahe bei Roveredo gelegene Santa Maria in Calanca ist südlicher Endpunkt dieser Wanderung.